Distance vom Planungsraum-Centroid zu nächster Kita, Schule, Plan-Krankenhaus und Spielplatz. Threshold pro POI individuell (Kita 500 m, Schule 800 m, Krankenhaus 2.000 m, Spielplatz 400 m). Methodik: /methodik/kiez-score.
Höher = bessere Versorgung mit Familien- und Gesundheits-Infrastruktur
Berechnung
Kita doppelt gemessen: Distanz zur nächsten Kita (Gewicht 0.15, Threshold 500 m) plus Plätze pro Kind 0-6 im Planungsraum (0.15). Der Pro-Kopf-Term summiert die gemeldeten Kita-Plätze (e_platz) im LOR und teilt durch die Kinder 0-6 aus dem Einwohner-Datensatz: ab 0.35 Plätzen pro Kind volle Punktzahl, linear darunter. Die Erreichbarkeit zählt dabei die Anzahl Einrichtungen im Radius (Dichte), nicht nur die nächste: mehr Kitas/Schulen/Spielplätze im Umkreis scoren höher, ein einzelner Standort weniger. Schule nach Schulart getrennt: Grundschule (0.15, Radius 600 m) und weiterführende Schule (0.15, 1.200 m). Plus Spielplatz-Dichte (0.15, 400 m). Liegt keine Einrichtung im Radius, greift ein weicher Übergang über die Distanz zur nächsten statt eines harten Abbruchs. Plan-Krankenhaus (0.25, 2.000 m) zusätzlich nach Bettenkapazität gewichtet: ein großes Versorgungs-Klinikum zählt mehr als eine kleine Fachklinik. 0 m → 100, Threshold → 0, linear. Spielplätze (Polygone) nutzen den Geometrie-Mittelpunkt als POI-Punkt. Grünanlagen zählen seit der Score-Neuordnung unter Grün & Hitze.
Aggregation
lor-planungsraum
Pflege
navigator.berlin (Eigenberechnung aus Senats-Daten und Bezirks-Registern)
Aktualisierung
jährlich (sync mit Bildungs- und Bezirks-Daten)
Coverage-Lücken
Der Platz-Kind-Quotient basiert auf gemeldeten Kapazitäten (e_platz), nicht auf realen Belegungsquoten oder Wartelisten.
Belegungsquoten, Wartelisten und Trägerschaft sind im Score nicht berücksichtigt.
Polygon-Layer kollabieren zum Mittelpunkt. Ein langgezogener Park am Rand erscheint im Score zentriert.
Was wir NICHT zeigen
Keine Qualitäts-Bewertung der Einrichtung (Layer zeigt nur Standort).
Privat-Krankenhäuser und Reha-Kliniken bleiben außen vor (nur Plan-Krankenhäuser).
Bäume und größere Grünflächen senken die Lufttemperatur durch Verschattung und Verdunstung. Stadtklima-Analysen zeigen, dass dicht bebaute Quartiere mit wenig Vegetation an Sommertagen messbar wärmer bleiben als Gebiete mit vergleichbarer Bebauung und mehr Grün. Die Klima-Kategorie auf dieser Karte bildet das ab.
Die Senatsverwaltung berechnet pro Planungsraum, wie viele Quadratmeter wohnungsnahe Grünfläche pro Einwohnerin im Einzugsbereich liegen. Als Richtwert gelten 6 Quadratmeter pro Person. Erreicht oder verfehlt ein Planungsraum diesen Wert, ergibt sich die Kategorie „hoch", „mittel" oder „gering".
Eine Klima-Normalperiode ist ein 30-Jahres-Referenzzeitraum, mit dem die Weltorganisation für Meteorologie Wetter-Mittelwerte vergleichbar macht. In Berlin nutzen wir die aktuelle Periode 1991-2020 als Vergleichsbasis.
Asphalt und Stein speichern Wärme und geben sie nachts wieder ab. Stark versiegelte Quartiere kühlen schlechter aus als Quartiere mit Vegetation oder offenen Wasserflächen. Die Stadtklima-Analyse berücksichtigt Versiegelung als einen Faktor unter mehreren.
Der Deutsche Wetterdienst zählt einen Tag mit Tageshöchsttemperatur ab 30 Grad Celsius als Hitzetag. Die Anzahl der Hitzetage pro Jahr ist in Berlin seit den 1990er Jahren deutlich gestiegen, was in der Klima- Normalperiode 1991-2020 dokumentiert ist.
PET ist ein bioklimatischer Kennwert. Er gibt an, welche Lufttemperatur in einem geschlossenen Raum einer gefühlten Temperatur draußen entsprechen würde. Wind, Luftfeuchte und Strahlung gehen ein. Der Wert eignet sich, um Hitzestress in Stadtgebieten zu vergleichen.
Die offene Berliner Datengrundlage liefert pro Planungsraum eine Pegel-Klasse (zum Beispiel „mittel" oder „hoch"), keine Punktwerte. Wir geben den Wert genauso wieder, wie er publiziert wird, um keine Genauigkeit zu suggerieren, die im Datensatz nicht enthalten ist.
Lärm in der Nacht stört Schlafphasen, in denen sich Herz-Kreislauf-System und Nerven erholen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für Nacht-Lärm (LNIGHT) einen Richtwert von 40 dB. Die Berliner Lärmkartierung weist daher LDEN und LNIGHT getrennt aus.
LDEN steht für „Level Day-Evening-Night" und ist ein über 24 Stunden gewichteter Lärm-Mittelwert. Abend- und Nachtpegel gehen mit Aufschlägen von 5 und 10 dB ein, weil Lärm dann stärker stört. Der Wert dient als EU-weit einheitlicher Vergleichsmaßstab.
Die strategische Lärmkartierung umfasst Straßen-, Schienen-, Flug- und Industrie-Lärm separat. Auf der Karte zeigen wir den Straßen-Verkehrslärm LDEN, weil er flächendeckend die größte Bevölkerung erreicht.
Live-Daten erfordern Server-Caching, Lizenz-Kosten und stehen oft nur kurzfristig zur Verfügung. Wir setzen bewusst auf statische Aggregate aus offenen Datensätzen, die wir prüfen und versionieren können.
Die Haltedichte ist ein erster grober Indikator für Anbindung. Sie sagt nichts über Taktung, Linienführung oder Barrierefreiheit aus. Eine hohe Dichte korreliert in Berlin häufig mit Innenstadt-Lagen und Verknüpfungs- Knoten, eine niedrige Dichte mit Stadtrand-Bereichen.
Wir zählen U-Bahn-, S-Bahn-, Tram- und Bus-Haltestellen der BVG und der S-Bahn Berlin GmbH zusammen. Regional-Bahn-Stationen werden zusätzlich ausgewiesen, weil sie für Pendelverkehr relevant sind.
Mietpreise hängen von Baujahr, Ausstattung, Lage und Stichtagen ab. Der Berliner Mietspiegel liefert Spannen pro Wohnlage und Baualters-Klasse, keine Punktwerte pro Adresse. Wir verlinken auf der Methodik-Seite den offiziellen Mietspiegel-Rechner.
Der Bodenrichtwert beschreibt einen durchschnittlichen Grundstückspreis pro Quadratmeter, geprüft durch den Gutachterausschuss. Der Mietspiegel beschreibt ortsübliche Vergleichsmieten für Wohnraum. Beide Werte gelten für Räume, nicht für Einzel-Adressen.