Lichtenberg
Bezirk Lichtenberg, 5.192 ha. Daten zu Wohnen, Umwelt, Klima und Mobilität auf dieser Seite.
Steckbrief
| Cluster | Wert | Stand |
|---|---|---|
| Lärm | leise Quelle: laerm-2023 | Januar 2024 |
| Grünversorgung | gut Quelle: gruenversorgung-2023 | Januar 2024 |
| Klima · PET | 36,4 (gemäßigt) Quelle: klima-pet-2022 | Juni 2024 |
| ÖPNV-Dichte | 9,1 (mittel) Quelle: oepnv-composite | Mai 2026 |
| Soziale Lage (MSS) | Der Index liegt im mittleren Bereich der Berliner Verteilung. Quelle: mss-gesamtindex-2025 | Dezember 2024 |
Häufige Fragen
Im Bezirk Lichtenberg liegen 306 öffentlich gewidmete Grünanlagen gemäß dem aktuellen Kataster der Senatsverwaltung. Privat-Gärten und bewirtschaftete Kleingärten zählen nicht zu dieser Kategorie.
Bäume und größere Grünflächen senken die Lufttemperatur durch Verschattung und Verdunstung. Stadtklima-Analysen zeigen, dass dicht bebaute Quartiere mit wenig Vegetation an Sommertagen messbar wärmer bleiben als Gebiete mit vergleichbarer Bebauung und mehr Grün. Die Klima-Kategorie auf dieser Karte bildet das ab.
Im Bezirk Lichtenberg dominiert die Kategorie gut für die wohnungsnahe Grünversorgung. Die Berliner Senatsverwaltung stuft die Grünversorgung pro Einwohnerin hier als ausreichend ein. Quelle: gruenversorgung-2023, Stand Januar 2024.
Die Senatsverwaltung berechnet pro Planungsraum, wie viele Quadratmeter wohnungsnahe Grünfläche pro Einwohnerin im Einzugsbereich liegen. Als Richtwert gelten 6 Quadratmeter pro Person. Erreicht oder verfehlt ein Planungsraum diesen Wert, ergibt sich die Kategorie „hoch", „mittel" oder „gering".
Eine Klima-Normalperiode ist ein 30-Jahres-Referenzzeitraum, mit dem die Weltorganisation für Meteorologie Wetter-Mittelwerte vergleichbar macht. In Berlin nutzen wir die aktuelle Periode 1991-2020 als Vergleichsbasis.
Die mittlere Physiologische Äquivalent-Temperatur (PET) im Bezirk Lichtenberg liegt bei 36,4 Grad Celsius (Klassifikation: gemäßigt). Die gefühlte Mittagstemperatur an Hitzetagen liegt im moderaten Bereich. Quelle: klima-pet-2022, Stand Juni 2024.
Asphalt und Stein speichern Wärme und geben sie nachts wieder ab. Stark versiegelte Quartiere kühlen schlechter aus als Quartiere mit Vegetation oder offenen Wasserflächen. Die Stadtklima-Analyse berücksichtigt Versiegelung als einen Faktor unter mehreren.
Der Deutsche Wetterdienst zählt einen Tag mit Tageshöchsttemperatur ab 30 Grad Celsius als Hitzetag. Die Anzahl der Hitzetage pro Jahr ist in Berlin seit den 1990er Jahren deutlich gestiegen, was in der Klima- Normalperiode 1991-2020 dokumentiert ist.
PET ist ein bioklimatischer Kennwert. Er gibt an, welche Lufttemperatur in einem geschlossenen Raum einer gefühlten Temperatur draußen entsprechen würde. Wind, Luftfeuchte und Strahlung gehen ein. Der Wert eignet sich, um Hitzestress in Stadtgebieten zu vergleichen.
Im Bezirk Lichtenberg dominiert die Lärm-Klasse leise. Das ist eine niedrige Pegel-Klasse, vergleichbar mit Wohnstraßen abseits von Hauptverkehrsachsen. Datengrundlage: laerm-2023, Stand Januar 2024. Werte beziehen sich auf LDEN, also den über 24 Stunden gewichteten Pegel.
Lärm in der Nacht stört Schlafphasen, in denen sich Herz-Kreislauf-System und Nerven erholen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für Nacht-Lärm (LNIGHT) einen Richtwert von 40 dB. Die Berliner Lärmkartierung weist daher LDEN und LNIGHT getrennt aus.
LDEN steht für „Level Day-Evening-Night" und ist ein über 24 Stunden gewichteter Lärm-Mittelwert. Abend- und Nachtpegel gehen mit Aufschlägen von 5 und 10 dB ein, weil Lärm dann stärker stört. Der Wert dient als EU-weit einheitlicher Vergleichsmaßstab.
Die Senatsverwaltung für Mobilität nimmt Hinweise zur strategischen Lärmminderung im Aktionsplan auf. Beschwerden zu konkreten Quellen (Baustellen, Gewerbe) gehen an das jeweils zuständige Bezirksamt oder Ordnungsamt. Wir verlinken auf der Methodik-Seite die offiziellen Anlaufstellen.
Die strategische Lärmkartierung umfasst Straßen-, Schienen-, Flug- und Industrie-Lärm separat. Auf der Karte zeigen wir den Straßen-Verkehrslärm LDEN, weil er flächendeckend die größte Bevölkerung erreicht.
Die Berliner Lärmkartierung wird im EU-Rhythmus alle fünf Jahre neu gerechnet. Die in Lichtenberg ausgewiesene Klasse leise stammt aus der Kartierung Januar 2024.
Im Bezirk Lichtenberg liegen 9,1 Haltestellen pro Quadratkilometer. Das Netz gilt damit als mittel. Das Netz liegt im Berliner Mittelfeld, vorrangig getragen durch Bus und Tram. Datengrundlage: oepnv-composite, Stand Mai 2026.
Aktuell nicht. Der Wert zählt Haltepunkte innerhalb der Flächengrenzen und teilt sie durch die Fläche. Wir verbessern den Indikator schrittweise um Fußweg-Distanzen und Stationskategorien. Die Methodik-Seite dokumentiert jede Erweiterung.
Live-Daten erfordern Server-Caching, Lizenz-Kosten und stehen oft nur kurzfristig zur Verfügung. Wir setzen bewusst auf statische Aggregate aus offenen Datensätzen, die wir prüfen und versionieren können.
Die Haltedichte ist ein erster grober Indikator für Anbindung. Sie sagt nichts über Taktung, Linienführung oder Barrierefreiheit aus. Eine hohe Dichte korreliert in Berlin häufig mit Innenstadt-Lagen und Verknüpfungs- Knoten, eine niedrige Dichte mit Stadtrand-Bereichen.
Wir zählen U-Bahn-, S-Bahn-, Tram- und Bus-Haltestellen der BVG und der S-Bahn Berlin GmbH zusammen. Regional-Bahn-Stationen werden zusätzlich ausgewiesen, weil sie für Pendelverkehr relevant sind.
Das Monitoring Soziale Stadtentwicklung (MSS) ordnet Planungsräume in vier Stufen nach sozio-ökonomischen Indikatoren ein. Für Lichtenberg ergibt der aktuelle MSS einen Aggregat-Status. Der Index liegt im mittleren Bereich der Berliner Verteilung. Der Index bezieht sich auf den gesamten Raum, nicht auf einzelne Haushalte.
Nein. Wir geben kategoriale Werte aus offiziellen Datenquellen wieder (Mietspiegel-Wohnlage, MSS, BRW). Diese Kategorien sind beschreibend, nicht wertend. Bezeichnungen wie „beliebter Kiez" oder „guter Bezirk" verwenden wir aus methodischen Gründen nicht.
Mietpreise hängen von Baujahr, Ausstattung, Lage und Stichtagen ab. Der Berliner Mietspiegel liefert Spannen pro Wohnlage und Baualters-Klasse, keine Punktwerte pro Adresse. Wir verlinken auf der Methodik-Seite den offiziellen Mietspiegel-Rechner.
Der Bodenrichtwert beschreibt einen durchschnittlichen Grundstückspreis pro Quadratmeter, geprüft durch den Gutachterausschuss. Der Mietspiegel beschreibt ortsübliche Vergleichsmieten für Wohnraum. Beide Werte gelten für Räume, nicht für Einzel-Adressen.